Solidarität statt Heimat

Nennen wir das Problem beim Namen.
Es heißt nicht Migration.
Es heißt Rassismus.

25 Jahre nachdem der Deutsche Bundestag auf rechtsextreme Anschläge und Morde mit der Einschränkung des Grundrechts auf Asyl antwortete, erleben wir wieder eine Politik, die ohne Not und am laufenden Band Zugeständnisse an rassistische Ressentiments macht. Es wird auf Abschottung und Ausschluss gesetzt, die Grenzen werden wieder hochgezogen, Schutzsuchende in Lager gesperrt, Menschenrechte missachtet, Bürgerrechte systematisch abgeschafft und dort, wo sie noch existieren, kaltschnäuzig umgangen.

Die Willkommensdiskurse des kurzen Sommers der Migration haben sich in feindselige Abwehrdiskurse verwandelt. Die Einschränkung des Familiennachzuges und die geplanten ANKER-Zentren beschneiden massiv die Rechte von Migrant*innen, erhöhen den existenziellen Druck auf sie und sind bloße Instrumente der Isolation und der Ausgrenzung. Länder, die von Krieg zerstört und von den Kriegsfolgen gezeichnet sind, werden zu sicheren Orten erklärt – aus den tatsächlich sicheren Amtsstuben eines Landes, das mit seiner Wirtschaftsweise systematisch zum Elend der Welt beiträgt. Heimatministerium, Abschiebeoffensive, Hetzkampagnen und institutioneller Rassismus gehören zum Alltag – doch der massive Protest aus der bürgerlichen Mitte bleibt aus.

Was ist eigentlich los in diesem Land, und in Europa?!?

Es ist für mich daher an der Zeit, eindeutig Stellung zu beziehen. Ich verweigere mich ausdrücklich der politischen Logik einer sich verfestigenden rechten Hegemonie. Ich wende mich gegen eine Politik des Ressentiments – und gegen Strategien, die hieraus Kapital schlagen wollen für eine nur dem Anschein nach progressive oder soziale Politik. Ich bin mir sicher, dass es keine fortschrittlichen Antworten auf reaktionäre Fragen gibt. Der rechte Diskurs formuliert keine Probleme. Er ist das Problem.

Aufruf von kritnet und medico international

Der Aufruf von kritnet (Netzwerk kritische Migrantions- und Grenzregimeforschung) und medico international endet mit dem Satz:

Unsere Solidarität ist unteilbar – denn Migration und das Begehren nach einem guten Leben sind global, grenzenlos und universell.

Diesen – sowie sämtliche Aussagen, Argumentation und Forderungen des Statements – kann ich von vorne bis hinten unterstützen und habe unterzeichnet. Genauso seit dem 19. Juni 2018 rund 15.000 andere Menschen, denen Solidarität ein so viel größerer Wert ist als Heimat. (Stand 5. Juli) Den gesamten Text und die Möglichkeit zum Unterzeichnen gibt es hier.

Sprache ist immer politisch

„… Früher war alles einfacher. Da gab’s Ärzte. Und die Arztfrauen haben Zuhause gekocht. Heute ist alles kompliziert. Mit Sternchen.“

Ein Kommentar von Judith Heitkamp zum Thema gendersensible Sprache.

Warum ihr Gendersternchen benutzen solltet

"Benutzt Gendersternchen, Gendergaps, Binnen-Is – egal! Aber macht es!", sagt Judith Heitkamp. Ein Kommentar.

Gepostet von Capriccio am Freitag, 8. Juni 2018

 

Der Deutsche Rat für Rechtschreibung hat leider nicht befunden, dass der Schreibgebrauch in Deutschland sich genügend geändert hat, um das Gendersternchen als allgemeine Vorgabe zu rechtfertigen. „Aufgrund der Beobachtung der geschriebenen Sprache ergibt sich derzeit keine eindeutige Tendenz, wie durch Orthografie die Schreibung geschlechtergerecht gestaltet werden kann.“

Genau deswegen ist es so wichtig, dass wir das Gendersternchen benutzen. Beim Referat in der Uni, bei Tante Erna beim Kaffeeklatsch. Die Nachfragen nach eurer komischen Lücke im Wort werden weniger werden, je verbreiteter es ist, alle mitzudenken und zu -sprechen. Wenn dieser Sprachgebrauch verschriftlicht wird muss der Rat vielleicht schon im nächsten Jahr sehen, dass der Usos sich verändert und das Gendersternchen seinen Platz in der Orthografie verdient hat.

Mehr dazu auch bei Pinkstinks unter dem Titel Wir sind alle Gendersternchen.

Ich persönlich bemühe mich in meinen Seminaren grundsätzlich um gendersensible Sprache und darum, Frauen, Männer und alle anderen in meiner Sprache zu berücksichtigen und anzusprechen. Dazu nutze ich immer wieder verschiedene Wege. Manche Teilnehmer*innen wundern sich, manche fragen nach, manche finden es toll, manche vermutlich auch blöd, andere merken es gar nicht. Dennoch stellt sich mir auch die Frage, ob meine (für manche ungewohnte) Art zu sprechen nicht auch eine Hürde beim Verstehen kann… Mehr zu meinem Selbstverständnis in der Kategorie Über mich.

Was verbirgt sich hinter Transkultur / Transkulturalität / transkultureller Sensibilisierung?

Transkulturelle Kompetenz kann als Weiterentwicklung interkultureller Kompetenz verstan­den werden. Inter-Kulturalität geht davon aus, dass es verschiedene voneinan­der ab­gegrenzte Kulturen gibt zwischen denen es Unterschiede gibt. Meinen Seminaren liegt in der Regel das Konzept der Transkulturalität zugrunde: Kulturen sind dyna­misch und gehen flie­ßend in einander über. Wir alle sind von vielen unterschiedlichen Kultu­ren geprägt und prägen viele un­terschiedliche Kulturen.

Mein nächstes inter- und transkulturelles Seminar findet im November 2019 statt. Weitere Infos und Anmeldung hier: https://vhs-koeln.de/Veranstaltung/titel-Interkulturelle+Kompetenz+und+transkulturelle+Sensibilisierung+f%C3%BCr+Lehrende/cmx5b9f727028e34.html

Gerne konzipiere ich für euch/Sie auch maßgeschneiderte inter- und transkulturelle Seminare / Trainings. Für weitere Infos bitte in der Rubrik Interkulturelle Bildung vorbeischauen oder eine email an mich schicken.

Vergleich der Kulturkonzepte, die Interkulturalität bzw. Transkulturali­tät zu­grunde liegen

Abbildung: www.kulturshaker.de

Vergleich von inter- bzw. transkulturellen Begegnungen

Abbildung: www.kulturshaker.de

Meine Seminare vermitteln die Grundlagen transkultureller Handlungskompetenz – ein hilfrei­ches Werkzeug für den Alltag und die Arbeitswelt.

Mögliche Inhalte sind:

  • Erleben und üben von Irritation, Empathie, Rollendistanz, Ambiguitätstoleranz, Kommu­nikation und eigener kultureller Prägung
  • Kulturübergreifende Kommunikation: Herausarbeitung unterschiedlicher Dimensio­nen (u.a. eigene kulturelle Gruppenzugehörigkeit, kultureller Blick, der inter­kulturelle Kontakt, kulturelle Zugehörigkeitszuschreibung)
  • Auseinandersetzung mit Nation und eigener (nationaler) Identität
  • Annäherung an Kulturbegriff(e)
  • Entwicklung einer reflexiven Haltung – Transfer zur eigenen Lebens- und Arbeits­welt
  • Voneinander lernen
  • Handlungsperspektiven

In den Seminare geht es darum, sich allgemein kulturübergreifende Kompetenzen anzueig­nen und sich für mögliche Spannungsfelder, eigene Wahrnehmungen, Deutun­gen und Hand­lungsweisen zu sensibilisieren.

Durch das Seminar können Kompetenzen in den Bereichen Empathie, Rollendis­tanz, Am­biguitätstoleranz und Kommunikation entwickelt werden. Hinzu kom­men ein gestärktes Bewusstsein hinsichtlich der eigenen kulturellen Prägung, Grund­wissen zu kulturellen Konzepten und Kompetenzen sowie eine reflexive Hal­tung. Nach dem Seminar sollen diese Fähigkeiten selbstständig anwendet und durch zukünftige Erfahrungen weiterent­wickelt werden können.

Weiteres zum Konzept und zu transkultureller Kompetenz kann man beim Kultur­sha­ker unter http://kulturshaker.de/kulturkonzepte/transkulturalitaet/ nachle­sen.

Frauen in der Bekleidungsindustrie

Gemeinsam mit Dr. Gisela Burckhardt, der Vorsitzenden von FEMNET e.V., habe ich in den vergangenen Monaten neue Factsheets zur Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie ausgearbeitet. Alle Factsheets können kostenlos auf der Homepage von FEMNET e.V. herunter geladen werden:

Verständlich, anschaulich, kostenlos

Die Factsheets sind basierend auf dem Analysepapier „Die soziale und arbeitsrechtliche Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch, Äthiopien und Myanmar“ erarbeitet worden und richten sich an die interessierte Öffentlichkeit. Auf jeweils vier Seiten werden die zentralen Punkte anschaulich und verständlich zusammengefasst.

Wir wünschen ganz viel Spaß beim Lesen und stehen für Rückfragen natürlich gerne zur Verfügung. Wer mehr wissen will, kann auch gerne zu meinen beiden nächsten Vorträgen im Juni in Köln und in Bonn kommen.

Wir stehen für gute Arbeit weltweit.

Nachdem ich kürzlich an dieser Stelle die Argumentationshilfe von stuhlkreis_revolte vorgestellt habe, freue ich mich, dass nun das Positionspapier „Wir stehen für gute Arbeit weltweit.“ fertig ist, das ich gemeinsam mit Ute Lange und Antje Schultheis für das berufliche Netzwerk Spinnen-Netz ausgearbeitet habe.

 

Wir stehen für gute Arbeit weltweit.

Das Spinnen-Netz ist ein berufliches Netzwerk für Querdenkende und Idealist*innen. Wir sind – angestellt oder selbständig – im Non-Profit-Bereich tätig. Die meisten unserer Arbeit- und Auftraggeber*innen sind Institutionen und Organisationen, die sich auf ganz unterschiedliche Art für eine gerechtere Welt, die Wahrung der Menschenrechte, gute Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden einsetzen. Dem Spinnen-Netz gehören wir an, weil wir durch sinnstiftende Arbeit Gesellschaft mitgestalten wollen und weil wir uns untereinander solidarisch austauschen wollen. Hinter diesen Zielen stehen wir persönlich, die dazugehörigen Werte vertreten wir im Erwerbsleben genauso wie im Privaten.

Zu guter Arbeit gehören für uns einerseits die Themen, die durch die Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization – ILO) abgedeckt werden: Keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, keine Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf, Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Diese Themen finden sich in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Diese sieht zudem noch einige weitere Sozialstandards vor. Unter anderem legt Artikel 23 fest: „Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.“ Hier werden existenzsichernde Löhne beschrieben, die sich in vielen Ländern deutlich vom üblichen Lohnniveau oder festgelegten Mindestlöhnen unterscheiden. Organisationen wie zum Beispiel die „Asia Floor Wage Campaign“ setzen sich dafür ein, Produkt-Labels wie das der „Fair Wear Foundation“ streben die schrittweise Implementierung von Existenzlöhnen an. Die öffentliche Hand in Deutschland trägt den menschenrechtlichen Anforderungen und den praktischen Bemühungen dahin gehend Rechnung, dass sie ihre Ausschreibungs- und Vergabe-Kriterien anpasst.

Im Widerspruch zu diesen Bemühungen und Fortschritten erleben wir allerdings immer wieder, dass auch in Deutschland Arbeitsbedingungen nicht immer diesen internationalen Vereinbarungen entsprechend gestaltet werden. Dabei beziehen wir uns vor allem – aber nicht ausschließlich – auf die Situation von Freiberufler*innen und Selbständigen, die im Non-Profit-Bereich tätig sind. Die angebotenen, erwarteten und gezahlten Honorarsätze liegen oft weit unter einem existenzsichernden Niveau. Sie missachten, dass die Freiberufler*innen und Selbständigen mit großem Einsatz und in hoher Qualität zur Arbeit der Auftraggeber*innen beitragen, sie bei der Erreichung von Zielen und erfolgreichen Durchführung von Projekten unterstützen und gleichzeitig flexibel eingesetzt werden können. Gerade Organisationen und Unternehmen, die für eine Verbesserung der Welt, die Wahrung der Menschenrechte und gute Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden eintreten, müssen beispielhaft und glaubwürdig handeln.

Daher stehen wir für gute Arbeit weltweit. Im globalen Süden, aber auch vor der eigenen Haustür. Von den Netzwerkpartner*innen des Spinnen-Netzes und unseren Auftraggeber*innen erwarten wir, dafür zu sorgen, dass sich ihre Werte auch in den hiesigen Arbeitsbedingungen wiederfinden. Dabei möchten wir neben der Situation ihrer freiberuflichen und selbständigen Auftragnehmer*innen auch auf die vielen befristeten und oftmals gering bezahlten (Teilzeit-)Angestellten hinweisen. Wir freuen uns über alle, die diese Werte bereits umsetzen und leben. Bei Fragen zur Thematik stehen sowohl die Geschäftsstelle des Spinnen-Netzes sowie wir Unterzeichner*innen als Einzelpersonen gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Autorinnen:

Annika Salingré, querdenker.in

Ute Lange, i3kommunikation

Antje Schultheis, Geschäftsleiterin des beruflichen Netzwerkes Spinnen-Netz

 

Wer möchte, kann auf der Seite des Spinnen-Netzes einen unterstützenden Kommentar hinterlassen.

 

 

 

Interkulturelle Kompetenz und transkulturelle Sensibilisierung – Seminar für Frauen*

Ein transkulturelles Training für Frauen*, nach den Richtlinien des Arbeitnehmer*innen-weiterbildungsgeset­zes NRW (AWbG) als Bildungsurlaub anerkannte Veran­staltung.

Donnerstag, 5. Juli 19 Uhr bis Sonntag, 8. Juli 15 Uhr im Frauenbildungs- und Tagungs­haus Zülpich

Das Seminar vermittelt die Grundlagen transkultureller Handlungskompetenz – ein hilfrei­ches Werkzeug für den Alltag und die Arbeitswelt.

Weitere Informationen im Seminarflyer oder unter http://www.frauenbildungshaus-zuelpich.de/alle-veranstaltungen.html?view=event&id=1098. Anmeldung bis zum 17. Juni.

Inhalte des Seminars

  • Erleben und üben von Irritation, Empathie, Rollendistanz, Ambiguitätstoleranz, Kommu­nikation und eigener kultureller Prägung
  • Kulturübergreifende Kommunikation: Herausarbeitung unterschiedlicher Dimensio­nen (u.a. eigene kulturelle Gruppenzugehörigkeit, kultureller Blick, der inter­kulturelle Kontakt, kulturelle Zugehörigkeitszuschreibung)
  • Auseinandersetzung mit Nation und eigener (nationaler) Identität
  • Annäherung an Kulturbegriff(e)
  • Entwicklung einer reflexiven Haltung – Transfer zur eigenen Lebens- und Arbeits­welt
  • Voneinander lernen
  • Handlungsperspektiven

Seminarbeschreibung

Transkulturelle Kompetenz kann als Weiterentwicklung interkultureller Kompetenz verstan­den werden. Inter-Kulturalität geht davon aus, dass es verschiedene voneinan­der ab­gegrenzte Kulturen gibt zwischen denen es Unterschiede gibt. Im Se­minar legen wir das Konzept der Transkulturalität zugrunde: Kulturen sind dyna­misch und gehen flie­ßend in einander über. Wir alle sind von unterschiedlichen Kultu­ren geprägt und prägen un­terschiedliche Kulturen.

Im Seminar geht es darum, Dir allgemein kulturübergreifende Kompetenzen anzueig­nen und dich für mögliche Spannungsfelder, eigene Wahrnehmungen, Deutun­gen und Hand­lungsweisen zu sensibilisieren.

Durch das Seminar kannst Du Kompetenzen in den Bereichen Empathie, Rollendis­tanz, Am­biguitätstoleranz und Kommunikation entwickeln. Hinzu kom­men ein gestärktes Bewusstsein hinsichtlich der eigenen kulturellen Prägung, Grund­wissen zu kulturellen Konzepten und Kompetenzen sowie eine reflexive Hal­tung. Nach dem Seminar solltest Du diese Fähigkeiten selbstständig anwenden und durch zukünftige Erfahrungen weiterent­wickeln können.

Weiteres zu Transkulturalität und transkultureller Kompetenz könnt ihr beim Kultur­sha­ker unterhttp://kulturshaker.de/kulturkonzepte/transkulturalitaet/nachle­sen oder ihr schickt mir eine email.

faire Honorare: Argumente und Denkanstöße

Arbeitsbedingungen und Honorare – ein thematischer Dauerbrenner unter Freiberufler*innen.

Nachdem wir innerhalb eines beruflichen Netzwerkes von Menschen, die im Non-Profit-Bereich arbeiten seit einigen Monaten zum Thema intensiv zu Honoraren diskutieren und aktuell eine Position formulieren, ist mir heute eine Argumentationshilfe zum Thema „Gemeinsam für faire Tagessätze“ in den Posteingang geflattert. Diese möchte ich mit euch teilen und euch dazu einladen, sie zu nutzen und ggf. auch Rückmeldungen an die Ersteller*innen von stuhlkreis_revolte (Kollektiv für emanzipatorische Bildungsarbeit und Prozessbegleitung) zu geben. Besonders wichtig finde ich den Gedanken, dass unsere Erwerbsarbeit politisches Wirken über die Erwerbstätigkeit hinaus und solidarisches Handeln ermöglichen können muss. Über die konkreten Zahlen zu Honoraren, die im Dokument genannt werden, kann man sicher diskutieren. Aber stuhlkreis-revolte lädt explizit dazu ein, sich einzubringen und die Argumentationshilfe zu streuen. Hier könnt ihr euch den Zweiseiter ansehen und/oder runterladen: https://stuhlkreisrevolte.de/wp-content/uploads/2018/04/Argumentationshilfe.pdf

❤ Ich persönlich finde es argumentatorisch super und mir gefallen vor allem die freundliche und verständliche Sprache. Hier werden wichtige Forderungen konstruktiv vorgebracht. Danke an euch unbekannter- und bekannterweise für die Arbeit! ❤

In Kürze werde ich an dieser Stelle das Positionspapier des SpinnenNetzes zum Thema „Arbeitsbedingungen und Honorare für Freiberufler*innen und Selbständige“ veröffentlichen. Darin schlagen wir den Bogen von unseren Auftraggeber*innen die sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Süden sowie existenzsichernde Löhne einsetzen, über ihre Honorarstaffeln, Vergabepraktiken usw. in Deutschland, keine existenzsichernden Sätze abbilden. Öffentliche Hand, steuermittelfinanzierte Auftraggeber*innen und Gewerkschaften müssen auch vor der eigenen Haustüre eine Vorbildfunktion einnehmen und ihre Werte leben, um glaubwürdige Arbeit leisten zu können.

Die Illustration der Argumentationshilfe sowie die Bilder in diesem Post kommen von Frollein Motte.

Crowdfunding für Fairschnitt

Jährlich werden weltweit mehr als 100 Mrd. Kleidungsstücke produziert. Der größte Teil der Produktion wird auf Kosten von Mensch und Natur hergestellt. Die überwiegend weiblichen Beschäftigten in der globalen Textilindustrie werden schlecht bezahlt und arbeiten in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Oft werden sie diskriminiert und misshandelt. Mit dem Bildungsprojekt „FairSchnitt: Mode studieren – Verantwortung tragen“ in dem ich als Multiplikatorin tätig bin, will FEMNET e.V. Studentinnen und Studenten fortbilden und ihnen zeigen, dass eine faire Modeindustrie möglich ist. Nun ist es soweit! Die Crowdfunding-Kampagne „FairSchnitt: Mode studieren – Verantwortung tragen“ ist online. Es werden mindestens 75 Fans für die Kampagne gebraucht, damit die Spendensammlung für die Bildungsarbeit an den Hochschulen beginnen kann. Wer spendet, trägt zu einer guten Sache bei und kann als Dankeschön Fair-Fashion-Guides, öko-faire Baumwolltaschen, Info-Pakete, Bücher und vieles mehr bekommen.

Im Video stellen Anne, Kerstin und Dani das Projekt Fairschnitt vor

Warum sollte man das Projekt unterstützen?

Weil endlich Schluss sein muss mit Katastrophen, Ausbeutung und Diskriminierung in Verbindung mit Mode. Und dies kann am besten gelingen, wenn wir bei den Studierenden als Verantwortliche von morgen ansetzen und die junge Generation für eine sozial-ökologische Umgestaltung der Bekleidungsindustrie begeistern.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Zur Realisierung der 16 Veranstaltungen werden insgesamt 7500€ benötigt: Die Durchführung von zehn „Fairschnitt“-Workshops kostet rund 3000€, die Schulung für die Fachmultiplikator_innen 2000€, die Betreuung von zwei Semesterprojekten 1000€ und der unmittelbare Austausch zwischen Studierenden und Textilarbeiterinnen aus Bangladesch im Rahmen von drei Hochschulvorträgen 1500€. Mit den Spenden wird Bewegung in die Hochschullandschaft gebracht und der Wandel hin zu einer sozial gerechten Modeindustrie gemeinsam vorangetrieben.

Fan werden, spenden und mehr Infos bekommen, kann man unter https://www.gemeinschaftscrowd.de/fairschnitt.

öffentliche Vorträge 2018

Chic aber schmutzig – die Kosten der billigen Mode

Freitag, 22. Juni, 19 Uhr, Köln

Der Vortrag greift das Thema der Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ auf. Ausgehend von den Arbeitsschritten und Produktionsländern der Massenware Kleidung, werden die Arbeitsbedingungen der vor allem weiblichen Arbeiter*innen dargestellt, Ursachen und Handlungsoptionen dargestellt. Abschließend wird die Frage gestellt, inwiefern Kleidung eigentlich vor allem ein Frauenthema ist. Schließlich sind sie für den Großteil von Produktion und Konsum verantwortlich. Doch an beiden Enden der Wertschöpfungskette sind sie nicht nur Opfer, sondern nehmen vieles in die Hand.

Zusätzlich zum Vortrag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ anzusehen.

Veranstaltungsort: Beginenhof, Unter Linden 119, 50859 Köln-Widdersdorf.

Weitere Infos: Beginen Köln

 

Feministischer Salon: Sozialstaat und Care Arbeit

Montag, 25. Juni, 19 Uhr, Köln.

Frauen bringen 60% mehr Zeit für Hausarbeit, Kinderbetreuung und die Pflege Angehöriger auf als Männer. Unbezahlt natürlich. (WSI GenderDatenPortal) Noch immer ist die Familienarbeit ungleich verteilt, so arbeiten Mütter auch häufiger in Teilzeit. Die Nachteile: weniger Lohn, später weniger Rente, geringere Aufstiegschancen.

Wir wollen uns mit den aktuellen politischen Diskursen, Herausforderungen und Zukunftsvisionen zum Thema Care-Arbeit, Geschlecht und soziale Sicherung beschäftigen. Wir freuen uns auf neue und alte Thesen, unbekannte Blickwinkel und auf Euch!

Im Anschluss gibt es Sekt, Selters und Kölsch.

Veranstaltungsort: Frauenberatungszentrum Köln e.V., Friesenplatz 9, Köln.

 

Die Schattenseiten der Globalisierung am Beispiel der globalen Kleidungsindustrie

Mittwoch, 27. Juni, 19 Uhr, Bonn.

Ausgehend von der Bekleidungsindustrie als Beispiel einer globalen Wertschöpfungskette, betrachten wir Probleme und Herausforderungen der Globalisierung. Dabei geht es einerseits um die Wahl von Produktionsstandorten und die Auswirkungen der Produktion an diesen. Andererseits vergleichen wir „alte“ und „neue“ Standorte der Industrie. Findet hier ein „Race to the Bottom“ statt und was steckt eigentlich hinter dem Schlagwort?

Schließlich beschäftigen wir uns mit Fragen der Verantwortung: Durch die globalisierte Produktion von Bekleidung – und natürlich auch anderen Produkten – haben sich neue Möglichkeiten für und neue Anforderungen an Unternehmen und Politik ergeben. Wie sehen diese konkret aus? Welche Dynamiken ergeben sich? Wer sind Gewinner und Verlierer? Wie wird damit umgegangen und welche Alternativen gäbe es? Und welche Verantwortung tragen eigentlich die Konsument*innen?

Veranstaltungsort: tba

Weitere Infos: BIMUN/SINUB e.V.

 

Geographie in der Praxis

Donnerstag, 12. Juli, 18:30 Uhr, Köln.

Vorträge von Absolvent.innen des Geographischen Instituts der Universität zu Köln über ihren Berufseinstieg und ihre aktuelle Tätigkeit.

Veranstaltungsort: Geo-/Bio-Hörsaal, Zülpicher Straße 49a, Köln.

Weitere Infos: Gesellschaft für Erdkunde zu Köln

 

Chic aber schmutzig – die Kosten der billigen Mode

Mittwoch, 14. November, Leverkusen.

Der Vortrag greift das Thema der Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ auf. Ausgehend von den Arbeitsschritten und Produktionsländern der Massenware Kleidung, werden die Arbeitsbedingungen der vor allem weiblichen Arbeiter*innen dargestellt, Ursachen und Handlungsoptionen dargestellt. Abschließend wird die Frage gestellt, inwiefern Kleidung eigentlich vor allem ein Frauenthema ist. Schließlich sind sie für den Großteil von Produktion und Konsum verantwortlich. Doch an beiden Enden der Wertschöpfungskette sind sie nicht nur Opfer, sondern nehmen vieles in die Hand.

Zusätzlich zum Vortrag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ anzusehen.

Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Leverkusen, Rathaus-Galerie, Friedrich-Ebert-Pl. 3d, 51373 Leverkusen.

Analyse zu den Arbeitsbedingungen in Bangladesch, Äthiopien und Myanmar

Foto: Eva Hein

Die weltweite Nachfrage nach Bekleidung nimmt zu – vor allem im billigen Fast Fashion Segment. Entsprechend sind Bekleidungsunternehmen auf der Suche nach neuen Produktionsstandorten. Die Rana-Plaza-Katastrophe und andere Industrieunfälle zeigen, dass ein unablässiges und gnadenloses Streben nach Wachstum seinen Preis hat. Diesen Preis zahlen in der Regel weder die Konsument.innen oder die Unternehmen, sondern vor allem die Näher.innen, die zu einem Hungerlohn unsere billige Bekleidung nähen.

Im Vergleich zwischen Bangladesch, Äthiopien und Myanmar zeigt sich, dass die soziale und arbeitsrechtliche Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in allen drei Ländern prekär ist. Bangladesch steht hinsichtlich der Gleichheit der Geschlechter, zivilgesellschaftlicher Freiheit und der Gewährung politischer Rechte nicht gut da, jedoch besser als Äthiopien und Myanmar.

Meine Analyse beschreibt die Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in den aufstrebenden Produktionsstandorten der Textilindustrie Äthiopien und Myanmar und setzt sie in Bezug zu den bereits besser bekannten Arbeitsbedingungen in Bangladesch. Sie stellt die Grundlage dar zur Erarbeitung weiterer Materialien für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit von FEMNET e.V. beim Einsatz für würdevolle und faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit, insbesondere für Frauen in Äthiopien, Myanmar und Bangladesch.

Die von mir im Auftrag von FEMNET e.V. ausgearbeitete Analyse kann hier heruntergeladen werden.

Mehr erfahren? Keine Lust so viel zu lesen?

Ich biete Seminare zum Thema Bekleidungsproduktion und Konsum an. Teilnehmen ist als Bildungsurlaub oder einfach nur aus Interesse möglich.

18.-23.2. Unsere Kleidung: schmutzig und wertvoll zugleich.

15.-20.4. Chic aber schmutzig – die Kosten der billigen Mode.